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Castel Turmhof um 1890


Wappen der Fam. Tiefentahler


Lehensurkunde aus dem Jahre 1225

TIEFENBRUNNER - Castel Turmhof - Die Geschichte

 

Entiklar ist schon seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Das belegen Funde von Stein-, Bronze- und Eisengegenständen im Bereich der Burgruine von Entiklar, die sich hinter dem heutigen Castel Turmhof auf fast 100 Metern erhebt.

 

Aus vielen Urkunden ist ersichtlich, dass der Weinbau für die wirtschaftliche Entwicklung von Entiklar schon immer von Bedeutung war. Schon seit rätischen und besonders römischen Zeiten wird in Entiklar Wein angebaut.

 

Das „Gut Linticlar“ findet erstmals 1225 n. Chr. urkundliche Erwähnung. Etwa 100 Jahre später bezieht das Domkapitel zu Trient auf Anordnung des Grafen von Tirol Wein von diesem Anwesen „Auf dem Püchel“, auch als „mansu a coste“ bezeichnet. 1537 wird dann zum ersten Mal der Name „Turnhof“ angeführt, später taucht auch noch die Bezeichnung „Thurner Hof“ auf. Mit der Anlegung des neuen Grundbuches 1848 wird schließlich der Name „Turmhof“ festgelegt. Seit 1675 ist es in Familienbesitz.

 

Mit dem Jahr 1848 begann die Tätigkeit als Handelskellerei. Trauben von den Bauern aus der Umgebung wurden zugekauft. Die Weine wurden schließlich in Holzfässern an Kunden im Tiroler Raum verkauft.

 

Im Jahre 1857, als in Wien die erste allgemeine land- und forstwirtschaftliche Ausstellung des österreichischen Kaiserreiches stattfand, hat sich Karl Pardatscher, der damalige Inhaber der Schlosskellerei Turmhof, mit acht Weinsorten an derselben beteiligt. Er erntete ein großes Lob der Verkostungskommission, besonders für den Weißwein „Weiß“ 1838er, der als „der Gewürzhafteste“ anerkannt wurde.

 

Mit der Eröffnung eines Buschenschankes am Turmhof im Jahre 1968 wagten Hilde und Herbert Tiefenbrunner einen großen Schritt. Die Weine, die für den Ab-Hof-Verkauf bestimmt waren, wurden in Flaschen abgefüllt. Märkte im In- und Ausland wurden nach und nach erschlossen, die Flaschenproduktion steigerte sich entsprechend.

Der Weinbautradition fühlt sich die Familie Tiefenbrunner auch heute noch im besten Sinne verpflichtet. So stehen die Wahrung des Rebsortencharakters und eine hohe Traubenqualität als Grundgebote bei der Arbeit am Weinberg und im Keller. Höchste Ansprüche an Qualität und die erfolgreiche Tradition bei Weinbau und Kelterung haben den Produkten des Weingutes Tiefenbrunner Castel Turmhof wiederholt zu höchsten Ehren verholfen.

Tatsächlich erhält die Kellerei immer wieder nationale und internationale Auszeichnungen. Auch die hervorragenden Verkostungsergebnisse und das stetig wachsende Interesse von Kunden und Weinliebhabern bezeugen das große Engagement und profunde Wissen der „Weinmacher von Entiklar“.    

 


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