Es ist so weit! Alle Trauben, kostbare Grundlage unserer Weine des Jahrgangs 2011, wurden eingebracht.
Wir blicken auf ein spannendes Vegetationsjahr 2011 zurück. Auf sehr kalte, schneefreie Wintermonate folgte der Frühling mit nahezu sommerlichen Temperaturen. Eine wahrlich „vegetative Explosion“ ließ die Natur innerhalb weniger Tage zu neuem Leben erwachen. Damit zeigte sich bereits im Vorfeld, dass ein früher Erntetermin zu erwarten war. Bis Ende Juni hielt sich das kräftige Hoch, der Reifevorsprung der Weintrauben war beträchtlich.
Phänologie 2011:
Während im heurigen Jahr 2011 der Austrieb aufgrund der Anfänglich warmen Witterung bis zu 8 Tage vor dem sehr frühen Jahr 2007 war, war die Blüte bereits zwischen 1 bis 3 Tage später als 2007. Der Reifebeginn war trotz des kühlen Wetters in den Sommermonaten Juni und Juli nur 1bis 7 Tage später als 2007. Im Vergleich zum Jahr 2009 war das heurige Jahr im Austrieb 6 bis 11Tage früher, die Blüte 3 bis 8 Tage früher und der Reife-beginn zwischen 1 und 7 Tage früher. Im Vergleich zum Jahr 2010 trieben die Reben 2011 sogar um 6 bis 12 Tage früher aus, die Blüte erfolgte 3 bis 8 Tage früher und der Reifebeginn 5 bis 13 Tage früher. 1)
Erst im Juli bewirkten deutlich niedrigere Temperaturen die ersehnte Wachstumsverzögerung. Mit nicht weniger als 17 Regentagen und einer monatlichen Durchschnittstemperatur von 21,2°C wurden wir von der üblichen Sommerhitze verschont.
Nichtsdestotrotz ernteten wir bereits am 24. August die ersten Ruländer Trauben, gefolgt von Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Chardonnay. Der Herbst bescherte uns mit durchwegs über 30°C warmen Tagen wahres Bilderbuchwetter. Somit verlief die Ernte ohne Zeitdruck und wir konnten den idealen Erntezeitpunkt beruhigt abwarten. Unsere Weißweine des Jahrgangs 2011 zeigen sich fruchtig und körperreich. Der Säuregehalt ist leicht geringer als 2010. Die Alkoholwerte liegen im Durchschnitt. Die Lese des FELDMARSCHALL VON FENNER am Fennberg erfolgte am 5. Oktober 2011. Leider wurde Ende Juli ein Teil der Ernte durch Hagelschlag vernichtet. Aufgrund dessen war ein explizites „Auswimmen“ unabdingbar. In mühevollster Zupfarbeit wurden angeschlagene Traubenkerne entfernt. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Zum heutigen Datum – kurz nach Abschluss der Gärphase – können wir bereits auf einen schönen, komplexen, finessenreichen Müller Thurgau 2011 schließen. Gespannt auf seine weitere Entwicklung und Entfaltung sind wir auf jeden Fall.
Hinsichtlich der Rotweine dürfen wir uns heuer einen absoluten Spitzenjahrgang, ähnlich jenem von 2007 und 2009, erwarten. Das wunderbare Herbstwetter ermöglichte die optimale phänolische Reife der Weintrauben. Exzellente typische Fruchtnoten, körper- und aromenreich zeigen sich die Roten bereits jetzt mit beträchtlicher Dichte und hervorragendem Potential. Hierbei gilt es besonders den für unser Anbaugebiet typischen Lagrein hervorzuheben, gefolgt von Blauburgunder und Cabernet.
Freuen Sie sich gemeinsam mit uns auf den Jahrgang 2011. Es lohnt sich!
1) www.laimburg.it/download/wl11Re5.pdf